Interaktives Medienprojekt "Offline" an der GS Hennef-West

Das interaktive Präventionsprojekt "Offline" wurde vom 12.4. bis 14.4.2016 an der Gesamtschule Hennef-West unter Beteiligung der KlassenleiterInnen der Klassen 7, dem Beratungsteam der Schule, der Medienkoordinatorin, Frau Lauterbach sowie Herrn Schweitzer-Faust von Innocence in Danger realisiert.

Aufgrund der Größe des Jahrgangs 7 dauerte das Projekt drei Tage und erforderte insgesamt im Vorfeld einigen technischen, organisatorischen bzw. schulorganisatorischen Aufwand. Deshalb erhielten die KlassenleiterInnen eine Einführung in die Spielidee und in einige technische Anleitungen.

Im Anschluss fand ein informierender Elternabend statt, der die wachsende Bedeutung der Medienerziehung hervorhob.

 

Das Spiel begann mit einer fiktiven Geschichte:
Die UN will das Internet für Minderjährige verbieten. Deshalb schickt ein Commander die SchülerInnen auf eine digitale Mission gegen einen international agierenden Verbrecherring. Dazu müssen die Jugendlichen im Internet Informationen zu einem schweren Fall von Cybermobbing finden. Max versendet im offenen Chat von seiner Freundin offenherzige Fotos. Aus diesem Irrtum wird der Ernstfall: Ein Klassenkamerad startet eine Sextingattacke, zu der zufällig ein Pädophiler (verdächtiger, getarnter Erwachsener) hinzukommt.

 

Über verschiedenste Recherchepfade, über instagram.com, youtube, tumblr.com. google, mit Tablets, PCs und in Teams zu je vier SchülerInnen finden die Gruppen schließlich den Verbrecher und es kommt zu einer Anzeige bei der Polizei. Die Gefahr eines Internetverbots kann letztlich abgewendet werden, weil die Jugendlichen einen verantwortlichen Umgang mit dem Internet und soziale Kompetenzen bewiesen haben.

Im anschließenden Auswertungsgespräch mit je zwei Klassen wurden die Lebensrealität der SchülerInnen aufgegriffen, die Komplexität der Problematik (Interaktion im Netz, Aktion/Reaktion) bewusst gemacht, Lösungsmöglichkeiten entworfen und die individuelle Aufmerksamkeit der SchülerInnen sensibilisiert.

 

Ziel des Projektes ist die Stärkung von sozialer Intelligenz im kreativen und bewussten Umgang mit dem Internet. Nach der Evaluation, welche das Beratungsteam der Schule mit Hilfe von Befragungsbögen durchführte, kann zum jetzigen Zeitpunkt ein überwiegend positives Fazit zu Verlauf, Wirkungsgrad und Bedeutung des Projekts gezogen werden.

Die Auswertung des Evaluationsbogens ergab, dass 91 % der SchülerInnen mit dem Projekt zufrieden waren. 81% haben das Gefühl, gut über die Themen informiert worden zu sein. 67% der Befragten haben das Gefühl, jetzt mit anderen besser über das Thema sprechen zu können.

In den Verbalmeinungen hoben sich als besonders positiv die Einschätzungen der Jugendlichen ab zu: den gezeigten Videos, den Spielen und Aufgaben, zu Recherche und Teamwork in den Gruppen. Immerhin 27% der SchülerInnen haben ausdrücklich verbalisiert, dass sie sich nun bewusster sind über die Gefahren im Internet und beim Verschicken von persönlichen Daten und Fotos.

In einer Nachbereitungsphase entstanden Schülertexte, in denen z.B. konkrete Lernergebnisse zu einem bewussteren Umgang mit sozialen Netzwerken verbalisiert wurden.

 

Insgesamt wird das Projekt als erfolgreich und die SchülerInnen bewegend bewertet. Hervorzuheben sind dabei die Interaktion innerhalb der Gruppen, die Förderung der Lese- und Recherchefähigkeiten der SchülerInnen, der gemeinsame Zielgedanke und die Förderung der Kommunikationsfähigkeit über die Gefahren im Umgang mit sozialen Netzwerken und dem Internet.

 

Das Hauptziel des Projekts muss als langfristiges Lernziel für alle SchülerInnen im Fokus der schulischen und elterlichen Medienerziehung bleiben. Deshalb ist das Projekt ein wertvoller Baustein für die weitere Förderung der Bewusstheit der Jugendlichen über ihr Agieren im Internet und mögliche Konsequenzen.

Ein zweiter Durchlauf im Schuljahr 2016/17 ist beabsichtigt.

 

An dieser Stelle danken wir nochmals der Kinder- und Jugendstiftung Hennef und dem Förderverein der Gesamtschule Hennef-West, die maßgeblich zur Finanzierung des Projektes beigetragen haben.

 

Hennef, 19.06.2016

Marike Scherz (Beratungsteam GES Hennef-West)

 

Presse

01.04.2016 - SEH: Interaktives Präventionsprojekt „Offline”

13.04.2016 - RSA: Schüler als Agenten im Netz

 

Und das sagen die Schülerinnen und Schüler:

An einem Donnerstagmorgen wurden wir in den Informatikraum geführt, wo wir mit einem Einweisungsvideo mit Til Schweiger in das Thema eingeführt wurden. Dann wurden wir in verschiedene Gruppen eingeteilt und sollten zum Thema Cybermobbing ermitteln. Hierzu bekamen wir kleine Aufgaben und Rätsel. Wenn wir während der Bearbeitung Fragen hatten, konnten wir Agent "Panda" um Hilfe bitten oder Fragen stellen. Am Ende bekam die 7e noch ein Video gezeigt, in dem sie "gefeiert" wurden und noch ein paar Sticker, eine Woche später noch eigene Agentenausweise.

Was wir gelernt haben:
- wir sollen nicht so "offen" mit unseren Daten umgehen
- den eigenen Account immer auf " privat" stellen, damit nicht jeder alles lesen oder angucken kann

Katharina Köpp (7e)

 

Mir hat das offline Projekt sehr gut gefallen, da man wie ein echter Detektiv die Rätsel lösen musste. Außerdem fand ich den kleinen Film (Auftrag) von Til Schweiger und seinem Assistenten sehr witzig und cool. Als wir den Täter endlich gefasst hatten, war ich echt stolz auf meine Klasse. Ich finde, dass wir so etwas öfter machen könnten.

Das Beste an dem Projekt war das Gefühl einen Kriminaltäter gefasst zu haben.

Es würde mich sehr freuen, wenn wir als Klasse öfter so etwas machen! ☺

Lara (7c)

 

Mir hat dieses Projekt sehr gefallen, weil es dort auch um Teamarbeit ging, man hatte Spaß und man konnte sich gut konzentrieren.

Der Mann, der dieses Projekt geführt hat, war sehr freundlich und witzig. ☺

Was mir nicht so gut gefallen hat: dass ihr Arbeitskollege uns die Fragen, die wir ihm per Internet gestellt hatten, nicht beantwortet hat. Die Spiele, die wir gespielt haben, waren sehr cool und interessant.

Man hat sehr viel dazu gelernt, z.B. man sollte im Internet nicht so viel von sich Preis geben und niemals seine Adresse oder Nummer an fremde Menschen weitersenden. Und niemals persönliche Bilder von sich weitersenden.

Stefanie (7c)

 

Ich fand, die Aufgaben hätten ein wenig leichter sein können. Aber ich fand das Projekt an sich gut.

Jannis (7c)

 

Ich fand es jetzt nicht so toll, denn es war nicht so realistisch. Aber die Fragen waren schön schwer.

Lars (7c)

 

Ich fand es nicht so gut, weil es in einzelne Gruppen aufgeteilt wurde und andere einfache Aufgaben bekommen haben und weil es schlecht geschauspielert wurde.

Rohat (7c)

 

Mir persönlich hat Ihr Internetprojekt „Offline“ sehr gut gefallen. Besonders gut hat mir gefallen, dass es eine sehr interaktive und kommunikationsreiche Gruppenarbeit war. Allerdings könnten Sie die Server vor Beginn besser vorbereiten, damit es keine Probleme bei der Internetverbindung gibt.

Kiara-Luna Clea Bergmann (7c)

 

Ich fand es nicht gut, weil es zu schwer war, doch die Spiele haben Spaß gemacht. Also es war gut und schlecht.

Danke

Tomsen (7c)

 

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