Gesamtschulumbau

Hennef (den). In seiner Haushaltsrede nannte Bürgermeister Klaus Pipke das Vorhaben einer Gesamtschule in Hennef-West „eine Investition in die Zukunft unserer Stadt, in die Bildung von Kindern und Jugendlichen und in den Standort Hennef.” Denn abgesehen von der pädagogischen Aufbauarbeit, die Schulleitung, Lehrer, Eltern und Schüler leIsten, geht es dabei auch um bauliche Maßnahmen: Neben dem Umbau des Gebäudes der noch bestehenden Realschule für die Einrichtung von Inklusionsräumen und neuer naturwissenschaftlicher Räume entsteht zwischen der Realschule und dem Gymnasium ein neues, viergeschossiges Gebäude mit Mensa, Selbstlernzentrum, Klassen- und Mehrzweckräumen, Technikräumen und Schülerlabor, sowie ein Verbindungsgang zwischen Neubau und Gymnasium.

Hinzu kommt die Fassadensanierung des Realschulgebäudes. Die gesamte Maßnahme kostet in den kommenden Jahren rund 8,4 Millionen Euro. Alleine rund 1,1 Millionen Euro der acht Millionen Gesamtkosten investiert die Stadt in die Maßnahmen, die nötig sind, um die Gesamtschule als inklusive Schule auszustatten. Der Neu- und Umbau beginnt ab Sommer.

Zunächst starten der Neubau des Selbstlernzentrums mit Mensa in den Sommerferien mit der Verlegung der Versorgungsleitungen. Ab Oktober wird das Gebäude selbst errichtet, es soll bis Ende März 2016 im Rohbau stehen und bis Ende Februar 2017 komplett fertig sein. Die Mensa soll bereits in den Herbstferien 2016 fertig werden.

Parallel dazu beginnen ab Januar 2016 die Umbauten im Gebäude der Realschule, die bis September 2016 ab geschlossen sein sollen. Die Fassadensanierung am Gymnasium beginnt ab Juni 2016 und wird im Dezember 2017 abgeschlossen sein. Im Zuge des Neubaus wird es zu Einschränkungen im Schulhofbereich, den Zuwegungen sowie bei außerschulischer Nutzungen kommen, während der Umbauten im Gebäude werden einzelne Räume phasenweise nicht nutzbar sein, der Schulbetrieb wird jedoch weitergehen.

Die Gründung einer zweiten städtischen Gesamtschule war 2012 eingeleitet worden, bei einer Elternbefragung fand die Idee breite Zustimmung und im Februar 2013 meldeten 177 Eltern ihre Kinder an, so dass ab Sommer 2013 der Betrieb einer sechszügigen Gesamtschule aufgenommen werden konnte. Vorgesehen war und ist, dass die Jahrgänge fünf bis sieben am Standort der Hauptschule in der Wehrstraße und die weiteren Jahrgänge ab Klasse acht ab dem Schuljahr 2016/2017 am Standort der Realschule Fritz-Jacobi-Straße untergebracht werden.

Hauptschule und Realschule laufen aus, nehmen also seit dem Sommer 2013 keine neuen Schüler mehr auf.

Der Neubau umfasst einen dreigeschossigen Baukörper mit Untergeschoss. Darin sind neben der Mensa im Erdgeschoss und einem Selbstlernzentrum im ersten Obergeschoss mit rund 50 PC-Arbeitsplätzen außerdem Klassen- und Mehrzweckräume im zweiten Obergeschoss unter gebracht. Das Selbstlernzentrum wird von Gesamtschule und Gymnasium gleichermaßen benutzt, auch Technikräume und Schülerlabor können in Abstimmung von beiden Schulen genutzt werden.

Das neue Gebäude wird direkt an das bestehende Gebäude der jetzigen Realschule angebunden und über einen Verbindungsgang auch vom Gymnasium aus erreichbar sein. Dieser Verbindungsgang wird brückenartig das erste Obergeschoss des Neubaues mit dem Gymnasium verbinden.

Zukunftsmusik ist eine weitere Tunhalle mit einem Gymnastikraum für bewegungstherapeutische Angebote am Randes des hinteren Pausenhofes der heutigen Realschule. Diese Baumaßnahme muss nach den jetzigen großen finanziellen Anstrengungen noch auf sich warten lassen.

 

Artikel vom 04.03.2015

Extra-Blatt Hennef