Schule startet mit einem Fest

UNTERRICHT 175 Kinder besuchen ab August die neue Gesamtschule - Planung vor Abschluss

von Ralf Rohrmoser-von Glasow

HENNEF. Mit großen Schritten voran geht es beim Aufbau der neuen Gesamtschule Hennef-West. Schulleiter Alfred Scholemann hat sein Team für die sechs Klassen der Jahrgangsstufe 5 weitgehend zusammen, zwei Bewerbungsverfahren stehen vor dem Abschluss. 175 Schüler fangen im August an. Die Stadt hatte das Anmeldeverfahren erneut geöffnet, nachdem einige Eltern ihre Kinder noch nicht eingeschrieben hatten. Fünf nahmen das Angebot an. Zunächst war ein siebter Zug in der Diskussion, die Bezirksregierung hatte ihn genehmigt. Doch es wird wohl bei der Sechszügigkeit bleiben.

Scholemann hat zuvor bereits die Kopernikus-Realschule geleitet. „Er war unser Wunschkandidat“, sagte Bürgermeister Klaus Pipke. „Und in den vergangenen drei Monaten hat sich gezeigt, dass er genau die richtige Wahl war.“ Gemeinsam mit seiner Stelivertreterin Anja Schwalm koordiniert Scholemann den Schulaufbau, während er gleichzeitig das Auslaufen der Realschule begleitet. Das Amt für Schule und Bildungskoordination arbeitet eng mit dem Führungsduo zusammen.

Im Gebäude „E“ der Gemeinschaftshauptschule sind die Klassenräume und die Lehrküche, die Fachräume für Musik und Naturwissenschaften sowie ein Raum für Sonderpädagogen vorgesehen. Denn von Beginn an ist Inklusion ein Thema. Zwischen den Gebäuden „D“ und „E“ ist der Schulhof für die Gesamtschüler geplant. Neben der Sporthalle soll noch ein Kleinspielfeld entstehen — mit fest gesetzten Nutzungszeiten, um die Anwohner nicht über Gebühr zu belasten. Zur Ausstattung gehören interaktive White Boards, Laptops und iPads zum Einsatz. Scholemann dankte der Stadt ausdrücklich für die Unterstützung. In den kommenden Jahren werden auch die Klassen 6 und 7 in die Gebäude der Hauptschule einziehen, ab der achten Klassen ist die heutige Realschule Standort der neuen Gesamtschule. Die Nähe zum Gymnasium soll Synergieeffekte bei der Oberstufe ermöglichen.

Die neue Mensa mit Küche und Speiseraum entsteht dieser Tage im Foyer und einem Klassenraum vor der Aula der Hauptschule. Außerdem werden die Toiletten saniert. Rund 300 000 Euro investiert die Stadt an dieser Stelle. Die Ausgabe- und Spülküche schlägt noch einmal mit 220 000 Euro zu Buche. Eine Spülstraße und ein Kombidämpfer kommen vom Gymnasium, däs dafür einen größere Spülstraße und einen Doppelkombidämpfer bekommt. Das kostet weitere 70 000 Euro.

Pädagogisch ist das Team schon auf dem Weg. Die Klassenleitung wird doppelt besetzt, um Schüler möglichst effektiv betreuen zu können. Das Stundenplan-Konzept sieht vielfältige und attraktive Arbeitsgemeinschaften vor. Zu den angedachten Schwerpunkten gehören bilinguale Angebote sowie „Darstellen und Gestalten“. Das Engagement der Eltern lobt Scholemann, der Förderverein habe sich schon gegründet. Michaela Muscheid ist die erste Erste Vorsitzende. Am Freitag, 28. Juni, steht von 16 bis 18 Uhr ein Kennenlernfest auf der Agenda — für Schüler, Eltern und Lehrer gleichermaßen. Das Kollegium und der Förderverein gestalten es gemeinsam.

 

Artikel vom 25.06.2013

Kölner-Stadt-Anzeiger